Gorgonia die nördlichste Insel des toskanischen Archpels ist eine Gefägnisinsel

Dicht mit Pinien und Machia Gebüschen bewachsen, ein kleiner Hafen in einer Felszunge und nur wenige Häuser für 200 Menschen, der höchste Punkt liegt auf 250 Meter über Meer. Soviel zur Insel. Privaten Seglern ist es untersagt den Hafen anzulaufen. Die örtliche Polizei, deren Kerngeschäft, die Bewachung der Häftlinge sicherzustellen, würde die Einfahrt in den Hafen verbieten.

 

Bevor Gorgona 1869 jedoch zur italienischen Gefägnisinsel wurde, lag sie mehrere Jahrhunderte verlassen vor Livorno. Nur ein Benediktinermönche haben im Mittelalter für eine kurze Zeit hier gelebt. Zu Beginn haben die Italiener ihre zu lebenslanger Haft Verurteilten hierher verbannt. Die Häftlinge bestiegen ein Schiff im Wissen, dass sie das Festland nie mehr betreten würden. Heute werden Räuber oder Totschläger dort einquartiert. Die Gefängnisinsassen lernen dort etwa für’s leben. Viehzucht, Landwirtschaft und Weinbau. Den Gorgonia eben. Für Wärter ist das Leben auf der Insel hingegen nur langweilig